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Diese Seite möchte Sie mit Hintergründen zu bestimmten Themen versorgen. Ein Jahr danach > Die Erstellung der Jubiläumsfestschrift und das Jubiläums-Schützenfest Wenn ich jetzt mal einen Blick zurückwerfe auf die Erstellung der Festschrift, kann ich nur sagen, es hat zwar Nerven gekostet, aber die Erfahrung möchte ich nicht missen. Auch wenn man es mir nicht ansieht, auch ich kann ein ziemlich ungeduldiger Mensch sein, wenn Zeitrahmen nicht eingehalten werden. Die Autoren Meinolf Hoffe und August Normann mussten sich durch alte Protokollbücher, bzw. Kirchenarchive graben, da bei der Schützenbruderschaft wichtige Aufzeichnungen fehlten. Und da dies nicht von heute auf morgen zu erledigen ist, brach der erste gesetzte Zeitrahmen in sich zusammen. Und dann die Fotosuche: Zunächst waren kaum alte Fotos aufzutreiben. Erste Lichtblicke: Ein von Christian Noll zur Verfügung gestelltes Fotoalbum und eine Diasammlung von Helmut Kreutzmann sen. Und hiermit fingen dann auch die Probleme an. Da die Fotos im Album fest eingeklebt waren, fing die Dreherei auf dem Scanner an. Mist, schon wieder schräg, nochmal scannen. Bei den Dias noch schlimmer, da die alten Diarahmen doppelt so dick waren wie die heutigen, neigten sie dazu, sich im Durchlichtsatz zu verschieben. Nach einem Zeitungsaufruf ging das Chaos erst richtig los. Ich wurde von den Vorstandsmitgliedern mit Fotos regelrecht zugedeckt. In diesen Wochen habe ich so ca. 1.000 Fotos Dias und Fotos gescannt. Manche mehrfach, weil sie beim schließen des Deckels verrutscht waren. Irgendwann habe ich durch dieses ganze Fotochaos nicht mehr durchgeblickt. Erstmal eine Woche Pause, um abzuschalten. Da immer mehr bisher unbekannte Königsfotos auftauchten, wurde beschlossen, alle verfügbaren in die Festschrift einzubauen. Allein in den von Hans-Jürgen Burmann zur Verfügung gestellten Alben seiner Mutter Lisa konnten sechs bisher unbekannte Königsfotos gefunden werden. Es waren teilweise grottenschlechte Aufnahmen dabei, die erst durch Nachbearbeitung in verschiedenen Fotobearbeitungsprogrammen in ein druckreife Qualität gebracht werden konnten. Bei einem Foto kann ich mich an einen Zeitaufwand von mehreren Stunden erinnern. Aber letztlich habe ich es hinbekommen! Noch grauenhafter war das einscannen der Original-Satzung aus dem Kichenarchiv. Zunächst einmal mit einer hohen DPI-Zahl begonnen. Aufgrund der Papierfarbe gelb-braun nicht lesbar. Auf Graustufen gewechselt, gleicher Effekt. Auf schwarz/weiß gewechselt, immer noch das gleiche. Dann die DPI-Zahlen runtergefahren bis auf 75, jetzt lesbar aber alle Schriftrundungen eckig. Das Wort Schei**e war in diesen Stunden wahrscheinlich das häufigste. Jetzt ging die Trickserei erst richtig los mit den Extras des Programms. Letztlich führte der Einsatz des Menuepunktes "Weichzeichnen" zum Erfolg. Und da der Schreiber des Protokolls zu allem Überfluss auch noch "bergauf" geschrieben hatte, das nächste Problem. Um die einzelnen Paragraphen so einigermassen einzumitten, mussten die Ausschnitte ziemlich groß gehalten werden, um den Textblock waagerecht auszurichten. Zeitaufwand für einen Abschnitt über einen 1/2 Tag. Der Rest war dann Formsache und das hinzufügen der Übersetzung ins Hochdeutsche von August Normann ebenfalls. Die Texte von Willy Judith zur Dorfgeschichte von Elpe und Heinrichsdorf konnten unbesehen übernommen werden. Auch die Zusammenarbeit mit Korrekturleser Franz-Gerhard Beule war total easy. Mit zwei pensionierten "Paukern" an der Seite kann nichts schiefgehen! Wie es nun einmal so ist, der Termin für die Drucklegung rückte immer näher. Irgendwann die Erkenntnis: Das packst du nicht! Schnell noch eine Woche Urlaub genommen und die Festschrift wirklich auf den letzten Drücker fertig bekommen. Dachte ich! Doch dann Rückfragen von der Druckerei Kräling, Siedlinghausen: Auf Seite x und Seite y fehlen die Fotos. Wieder hektische Suche und per Mail erledigt. Letztlich die Korrekturlesung innerhalb einer Nacht, bei der ich noch zwei oder drei Fehler übersehen habe. Und irgendwann konnte ich das Wort "Festschrift" nicht mehr hören. Wie schon zuvor gesagt, diese Erfahrung möchte ich nicht missen. Ganz herzlich möchte ich mich beim Vorstand der St. Laurentius-Schützenbruderschaft Elpe bedanken, der mir alle erdenklichen Freiheiten bei der Gestaltung gegeben hat! Schon mehrfach wurde ich nach dem Zeitaufwand für die Erstellung der Festschrift gefragt. Dazu kann ich keine Angaben machen und selbst wenn ich es wüsste, würde ich es nicht verraten. Grund: Ich habe der Bruderschaft angeboten, die Festschrift zu digitalisieren, bzw. druckreif zu erstellen. Das Ergebnis der ganzen Aktion war: Wir alle zusammen haben unseren Nachfolgern eine Basis für die Fortschreibung der Vereingeschichte geschaffen. Nicht mehr und nicht weniger! Das Jubiläums-Schützenfest Nachdem Sie über die Entstehung der Festschrift gelesen haben, sollte auch das Jubiläums-Schützenfest einmal beleuchtet werden. Was steckt an Arbeit dahinter? Jede Menge! Zwar habe ich nur ansatzweise die Vorstandsarbeit mitbekommen, war mit anderen Sachen beschäftigt, aber es muss schon hart gewesen sein für den geschäftsführenden Vorstand. Vor allem die Planung und die Erlangung diverser Genehmigungen. Wahrscheinlich die größte Herausforderung: Wie bringen wir die Festgäste, Teilnehmer und Musikkapellen und Spielmannszüge unter? Großes Festzelt, das alle Einnahmen wieder auffrisst? Nein, glücklicherweise hat sich der Vorstand für die "kleine" Lösung entschieden und ein Zelt des THW Brilon geordert. Die Einschätzung von Brudermeister Achim Beule war goldrichtig: "Wir reden hier über vier Stunden Nutzungsdauer!" Auch die Erlangung der Genehmigung für die Sperrung der Ortsdurchfahrt während des Jubiläums-Festzuges war sicher kein Pappenstiel, da praktisch jeder Meter des Marschweges vorher dokumentiert werden musste. Doch nun zum Festverlauf: Mit einem Festgottesdienst mit Fahnenweihe begann dieses Hochfest der Bruderschaft. Danach das Kaierschießen mit dem neuen Kaiser Reinhard Habitzki (siehe Fotostrecken zum Jubiläums-Schützenfest). Der abendliche Festakt: Nach der Begrüßung durch Brudermeister Achim Beule setzte Präses Richard Steilmann zu seiner Festrede an. "Dank" des hohen Geräuschpegel vor der Theke war er aber kaum zu hören. Dieses Benehmen der Besucher kann ich bis heute nicht verstehen. Ich halte es auch heute noch für einen Affront, diesen Präses nicht "mucksmäuschenstill" zu hören, der offen auf jeden zugeht, egal welcher Konfession er angehört. Wenn ich das "Sagen" gehabt hätte, wären die Jalousien vor dem Thekenbereich zugefahren worden. Der Jubiläums-Festzug: Der 18. Mai 2008 sollte für Elpe etwas ganz besonderes werden. Bis auf eine Bruderschaft waren alle dem Stadtverband zugehörigen Vereine und Bruderschaften anwesend. Hinzu kamen die direkten Nachbarn aus Altenfeld und Siedlinghausen. Fünf Spielmannszüge und Musikkapellen sorgten für die Marschunterstützung. Auch der Vorbeimarsch an der Ehrentribüne mit dem amtierenden Kaiserpaar Reinhard Habitzki und Renate Schneevoigt und den Ehrengästen sind bis heute ein gegenwärtiges Ereignis. Nach einigen Stunden des Frohsinns mit Ständchen der Spielmannszüge und Musikkapellen bei den einzelnen Vereinen und Bruderschaften kam der für mich persönlich absolute Höhepunkt: Der "Große Zapfenstreich" am Ehrenmal Wer sich schon einmal den von Jan Bouwmans gedrehten Film (weiterhin beim Vorstand für zu 10 € zu erhalten) angesehen hat, dem "rieselt" es immer noch den Rücken herunter. Auf dem Zumarsch auf das Ehrenmal wurde bei den Teilnehmern noch gewitzelt und gelacht, doch als die Zeremonie begann, war alles so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. So still, wie ich es mir bei der Festrede von Präses Richard Steilmann am Vorabend gewünscht hätte! Zwar auf meine Arbeit konzentriert, erlebte ich einen Zapfenstreich von außergewöhnlicher Ruhe. Was der Spielmannszug Oberschledorn und der Musikzug Medebach geleistet haben, braucht sich vor Profi-Orchestern nicht zu verstecken. Die einsam geschlagene Marschtrommel und die Soloflöte des Spielmannszuges Oberschledorn und die tief ergreifenden Soli des Trompeters Dominik Schäfer vom Musikzug Medebach hallen in mir bis heute nach... Mir läuft es auch heute noch eiskalt den Rücken runter, wenn ich mir das Video oder die Fotos anschaue. Bei der Betrachtung der Fotos vom Zapfenstreich habe ich es in vielen Augen "glitzern" gesehen. Wie sagte Jan Bouwmans: Ich bin Holländer und kenne keinen Zapfenstreich. Doch beim Schneiden und Ansehen dieses Videos war ich immer wieder tief berührt. Vor allem von der absoluten Disziplin der Teilnehmer. Nach Stunden fröhlichen Feierns keine Selbstverständlichkeit. Dem kann ich mich nur anschließen. Mein Bildschirmhintergrund ist seit dem 18. Mai 2008 der "Große Zapfenstreich"! Und das wird auch so bleiben! ----------------------------------------------------------------- Die Freiwilligen Feuerwehren und der Orkan "Kyrill" Allgemein: Nach den ersten schweren Orkanböen sah man überall Blaulichter von Polizei, Feuerwehr und THW. Eigenbeschreibung: Auch ich habe versucht, an diesem Abend nach Elpe zu kommen. Nachdem vor Ostwig der erste dicke Baum quer über der Straße lag, habe ich es über einen Privatweg versucht. Mit dem gleichen Ergebnis: Kreuz und quer liegende Bäume. Mit max. Höchstgeschwindigkeit rückwärts, um dem Inferno von fliegenden Ästen zu entkommen. Nächster Versuch über Nuttlar, Bigge und Gevelinghausen. Am Ortsausgang Gevelinghausen in Richtung Elpetal der nächste dicke Baum auf der Fahrbahn. In diesem Moment habe ich für meine Person beschlossen: Schluss, Aus, Ende! Ich werde keinen weiteren Versuch unternehmen, sondern in Gevelinghausen ein Zimmer nehmen. Alles in allem hat mich die "Zwangsübernachtung" incl. einiger Pils rund 50,00 Euro gekostet. Aber (verzeihen Sie die drastische Ausdrucksweise) scheiß auf die 50,00 Euro, die eigene Gesundheit und das Leben waren mir in diesem Moment wichtiger. Und: Für mich musste keiner mehr raus, um mich zu retten oder zu bergen! Auf wen, außer auf die Freiwillige Feuerwehr, wäre dieses wohl zugekommen??? Gut geschützt konnte ich beobachten, wie Feuerwehr-Fahrzeuge hin- und herfuhren, wie eiligst ein LKW-Fahrer mit Feuerwehr-Schutzkleidung versehen wurde, um Warnbaken und Sperrschilder auszufahren. Aber was steckt dahinter? Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr = Normaler Arbeitnehmer oder Selbständiger. Den ganzen Tag gearbeitet. Dann die erste Alarmierung über Meldeempfänger oder Sirene. Was liegt an? Hier ein Baum umgestürzt, dort Dachziegel weggeflogen. Die umgestürzten Bäume werden mit Motorsägen zerteilt und von der Fahrbahn entfernt. Aber es wird langsam aber sicher dunkel und die Orkanböen immer heftiger. Überall krachen Bäume oder ganze Wälder auf die Straßen. Doch bei den Freiwilligen Feuerwehren gibt es kein aufgeben. Alles wird versucht, bis die Löschgruppen-Führer sagen: Es ist zu gefährlich, wir brechen ab und führen nur noch Sperrmaßnahmen durch. In der Dunkelheit hört man es nur noch knacken und krachen und weiß nicht, wo der nächste Baum herunterkommt. Am nächsten Morgen ist langsam aber sicher das ganze Ausmaß dieser Katastrophe zu sehen. Überall großflächig umgestürzte Waldbestände. Und jetzt geht die Arbeit erst richtig los. Sägen, was die Kettensägen hergeben und die Baumreste von der Straße räumen. Ohne schweres Gerät geht gar nichts mehr! Arbeiten bis zum umfallen oder darüber hinaus. Sehen Sie sich doch einmal die Einsatzfotos an! Wie antwortete ein Feuerwehrmann auf meine Frage, wieviele Stunden er in den letzten drei Tagen geschlafen habe: Max. 9 Stunden. Bei einer normalen Schlafzeit je Nacht von 7 - 9 Stunden = max. 3 Stunden je Nacht!!! Und all das "Freiwillig"!?! Die Gefährdung für das eigene Leben und die Gesundheit lasse ich mal außen vor. Für die erbrachten Leistungen all dieser Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner kann man nur den "Hut" ziehen und ganz laut "Danke" sagen!!! Ich werde noch einmal etwas drastischer: Wenn ich diese fernsehgeilen Politiker auf Bundes- und Landesebene sehe, dann geht mir glatt der vorher zitierte "Hut" hoch. Da werden Hilfen für die arg gebeutelten Waldbesitzer versprochen. Doch was wird dabei herauskommen? Wahrscheinlich wie üblich: Wenig oder gar nichts! Doch kommen wir zum Thema zurück: Auch auf der kommunalen Ebene sieht es nicht viel besser aus, wenn es um Ausrüstung und Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren geht. Die Stadt Olsberg muss und darf ich ausklammern, da hier in den letzten Jahren mit enormen finanziellen Kraftanstrengungen der Fahrzeugbestand optimiert wurde. Aber ist es normal, wenn Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren eigene Gerätschaften und Ausrüstungsgegenstände mit einbringen, um ihre "Freiwillige" Arbeit leisten zu können??? Ich meine: NEIN!. Wenn die Ausrüstung der Wehren nicht mehr ausreichend ist, dann "Gute Nacht". Jetzt auf Elpe bezogen: Wer nicht aktiv dabei ist, sollte zumindest Mitglied des Fördervereins sein (Basisbeitrag jährlich 15,00 Euro = mtl. 1,25 Euro). Für jährlich 15,00 Euro gibt es m. W. keine Versicherung gegen irgend etwas. Für die Gefahrenabwehr jeglicher Art durch die Freiwillige Feuerwehr Elpe allerdings (bitte nicht als Versicherung verstehen)!!! Der Besuch des alljährlichen Feuerwehr-Kartoffelbratens sollte ebenfalls "Ehrenpflicht" sein. Der Erlös wird nicht "verjubelt", sondern es werden notwendige, über den Standart hinausgehende Ausrüstungsgegenstände (Wunschausrüstung) angeschafft. Meinen Beitrag dazu glaube ich geleistet zu haben, da meine Nachhausewege nicht immer "schlangenfrei" waren. Ich habe mir meine Gedanken gemacht! Jetzt machen Sie sich Ihre.................................................................... Klaus-Dieter Schmidt / 27. Januar 2007 Nachsatz zu diesem Thema: Wie ich mittlerweile aus Feuerwehrkreisen zu diesem Beitrag erfahren habe (es war mir vorher auch nicht bekannt): Der Einsatzleiter wird persönlich dafür haftbar gemacht, wenn bei einem Einsatz etwas schief geht. Wenn eine Person zu Schaden kommt, wird zunächst geprüft, ob seine Anweisungen und das zum Einsatz gekommene Gerät in Ordnung waren!!! Aber wie soll er bei fehlender Ausrüstung zum Einsatz gekommenes privates Gerät bewerten? Scheinbar steht jeder Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehren dann mit einem Bein im "Knast"!!! Kann es das sein für eine "Freiwillige" Tätigkeit??? Fazit: Liebe Kommunen, rüstet Eure Freiwilligen Feuerwehren vernünftig aus, damit dieser "Gau" niemals eintrifft! ----------------------------------------------------------------- Das Ehrenamt oder das Kreuz des Ehrenamtes Viele Menschen in unseren Dörfern setzen sich ehrenamtlich für ihre Mitbürger ein. Egal ob in Vereinen, Verbänden, Institutionen oder kirchlichen Bereichen, alle wollen nur das "Eine", ihren Mitmenschen helfen, ihnen irgendwie zur Seite stehen. Bei der Auswahl habe ich mich auf die Bereiche konzentriert, über die Hintergrundwissen vorhanden ist. Nicht genannte Vereine oder Institutionen sind nicht vergessen. Ob es nun der Vorstand eines Sportvereins ist, der junge Menschen an eine Sportart wie z. B. Fußball heranführt, ihnen die Möglichkeit des Trainings mit erfahrenen Ausbildern bietet, der Schiedsrichter (*) stellen muss, um nicht vom Spielbetrieb der Senioren-Mannschaften ausgeschlossen zu werden, der für die Bespielbarkeit des Sportplatzes sorgen muss (sprich ständiges Mähen bei Rasenplätzen), usw. Das Sternchen hinter dem Schiedsrichter steht da bewusst. Sind sie nicht die oftmals bestgehassten Ehrenamtler? Ihnen wird alles vorgeworfen, was die Spieler nicht erfüllen können oder wollen, nämlich Fairness und Sauberkeit im Sport. Schauen wir uns den Vorstand einer Schützenbruderschaft, eines Schützenvereins, an: Vielfach abgewertet als "3-Tages-Verein" (Schützenfestdauer), aber was steckt dahinter? Knallharte Arbeit!!! Wer pflegt die Schützenhallen in Vereinsbesitz? Der Vorstand! Wer muss die vielfältigen Auflagen der Behörden (Brandschutz, Hygiene, Heizung und Abluft, etc. ) in einem finanzverträglichen Rahmen umsetzen? Der Vorstand! Wer muss Musikkapellen für die Feste verpflichten und bekommt was auf die Mütze, wenn deren Leistung nicht mit den Erwartungen der Festbesucher übereinstimmt? Der Vorstand! Wer muss die Hallen auf ein Fest vorbereiten, für die Dekorationen sorgen, behördliche Genehmigungen einholen? Der Vorstand. Schauen wir auf die Kirchen: Auch hier ist die finanzielle Situation ziemlich eng. Da sind die Kirchenvorstände gezwungen, teilweise ungewöhnliche Wege zu gehen, um Renovierungsmaßnahmen durchführen zu können. Und da ist noch der Vorstand eines Gesangvereins, ständig bemüht, das "Aus" des Chores zu verhindern. Ob mit Einladungen oder Flyern, es fruchtet fast nichts in der Mitgliederwerbung. Immer weniger Frauen und Männer sind leider bereit, sich einem Chor anzuschließen. Vielfach gehörte Entschuldigung: Die Chorliteratur ist zu alt, da muss was modernes, englisches, etc. rein. Trugschluss: Eine Sprache, die ich nicht spreche, kann ich auch nicht vernünftig singen. Ferner besteht die Gefahr, dass sich gerade ältere Chormitglieder abwenden. Wer muss einen Chorleiter verpflichten, der zum Chor passt und den finanziellen Rahmen des Vereins nicht sprengt? Der Vorstand! Hintergrund zum finanziellen Rahmen: Bei einem Jahresbeitrag von z. B. € 12,00 sind über € 8,00 (je aktives Mitglied) an den Dachverband abzuführen!!! Wofür? Fazit: Mit jedem Chor, der von der Bühne abtritt, ist ein Stück der Dorfgemeinschaft und auch der Lebensqualität unwiderruflich weg! Vergessen wir nicht die vielen Frauen und Mütter, die sich unter der KfD um die Pflege und Sauberhaltung der örtlichen Blumenbeete und Grünanlagen kümmern. Eigentlich eine Aufgabe der Städte und Gemeinden. Aber in Zeiten riesiger Haushaltslöcher wird dieses nur noch in den Kernstädten und -Gemeinden ausgeführt. Wie würden unsere Dörfer ohne diese ehrenamtlichen Helferinnen aussehen??? Mein letzter Gedanke gehört den Freiwilligen Feuerwehren. Das ist Ehrenamt pur! Wer begibt sich sonst freiwillig in Lebensgefahr als die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren? Niemand! Nicht nur im Brandfall, sondern auch bei technischen Hilfeleistungen bei Unfällen, das Risiko für das eigene Leben und die Gesundheit ist nicht abzuschätzen. Wer hat nicht schon einmal gesagt: Wo bleiben "die" denn nur? Was wir uns doch einmal vor Augen halten sollten: Diese Frauen und Männer haben eine normale Berufstätigkeit, die sie unterbrechen, um uns z. B. aus einem verunfallten Fahrzeug zu bergen. Vergessen wir auch nicht die harten Ausbildungs-Lehrgänge, die sie durchstehen müssen, um befördert zu werden. Befördert zu werden auf eine höhere Stufe des Ehrenamtes. Letztlich werden Sie sich fragen, was es mit dem Kreuz der Ehrenamtes auf sich hat? Wenn Sie diesen Beitrag aufmerksam gelesen haben, sollten Sie das Kreuz des Ehrenamtes erkannt haben. Klaus-Dieter Schmidt/17. März 2006 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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